Die Fossilien - Seite



Turritella

Turmschnecken der Gattung Turritella aus dem Eozän der Steiermark, Österreich (20 Millionen Jahre)



INDEX
ÄON
ÄRA
Periode
Fossilien
Phanerozoikum
Känozoikum Quartär
Homo sapiens (Schädel-Replik)
Neogen
Carcharinus brachyurus, Dentalium, Isurus sp., Negaprion brevirostris,
Phoridae in Bernstein, Sphyrna sp., Turritella
Paläogen
Carcharias (acutissimus, cuspidatus), Baltischer Bernstein, Braunkohle, Dapalis macurus, Otodus obliquus, Sternberger Gestein, Sycostoma bulbus,
verkieseltes Holz
Mesozoikum Kreide
Belemnitella, Cleoniceras besairiei, Crania craniolaris, Conophyton Stromatolith, Dastilbe, Scapanorhynchus raphiodon texanus
Jura
Acrocoelites, Aulacostephanus, Archaeopterix lithographica (Replik),
Cotteswoldia sp., Dactylioceras commune, Gryphaea arcuata, Hildoveras sp.,
Kosmoceras spinosum, Nautilus sp., Orthosphinctes, Parkinsonia arietis,
Pavlovia iatriensis, Perisphinctes, Pleurotomaria, Pleuroceras spinatum,
Pleydellia sp., Seeigel, Stenopterigius quadriscissus (Replik),
Subplanites rueppelianus
Trias
Encrinus liliiformis, Plagiostoma striatum, Punctospirella fragilis
Paläozoikum Perm
Cardiocephalus sternbergi, Mesosaurus brasiliensis (Replik), Pecopteris sp.
Karbon
Annularia sp., Annularia sphenophylloides, Archaeocalamites sp.,
Asterophyllites equisetiformis, Callipteridium pteridium, Pecopteris
(lepidorhachis, plumosa), Sigillaria elegans,
Sphenophyllum (angustifolium, verticillatum), Stigmaria ficoides
Devon


Barrandeops, Cheiloceras subpartitium, Drotops sp., Gerastos tuberculatos, Goniatites sp., Gonioclymenia speciosa, Kayserops sp., Orthoceras sp.,
Phacops (rana, rana), Proetus granulatus, Tornoceras, Wolfartaspis cornutus
Silur

Aulacopleura konicki, Encrinurus
Ordovizium

Ampyxina bellatula, Clonograptus rigidus, Ectillaenus perovalis,
Flexycalymene (meeki, ouzregi), Ogyginus corndensis, Ortoceras sp.
Kambrium

Acadoparadoxides briareus, Agnostus pisiformis, Asaphiscus wheeleri,
Beachstone, Bolaspidella sp., Cedaria minor, Changaspis elongata,
Conocoryphe (cirina, sulzeri), Duyunaspis duyunensis, Ellipsocephalus hoffi,
Elrathia kingii, Homatolenus sp., Itagnostus interstrictus, Kingaspis sp., Maotunia
sp., Olenus, sp., Paratoxides graciles, Paliella patelliformis,
Ptychagnostus (atavus, cuyanus, gibbus), Skolithos linearis
Proterozoikum
Neoproterozoikum
Ediacarium
Charnia masoni (Replik), Dickinsonia costata (Replik), Harlaniella podolica (Ichnofossil), Nemiana simplex, Vendotaenia antiqua
Cryogenium
Newlandia Zebra Stone (Stromatolith?)
Mesoproterozoikum
Rodinium
Baicalia capricornia (Stromatolith), Ozarcollenia latimarginata (Stromatolith)
Paläoproterozoikum
Columbium
Banded Tiger Iron Stromatolite (BIF), Pilbaria perplexa (Stromatolith)
Jatulium Collenia sp. (Stromatolith), Collenia undosa (Stromatolith), Iron Stone
(Sedimentgestein), Tiger Iron Stromatolite (BIF)
Archaikum
Neoarchaikum
Siderium
Kinneyia simulans (Stromatolith?), Marra Mamba Tiger Iron (BIF)
Methanium
Alcheringa narrina (Stromatolith), Noreena Jaspis (Tonstein)
Paläoarchaikum
Issum
Morton Gneiss
Acastum
Acasta Gneiss
Hadaikum
Zirconium

Nuvvuagittuq Faux-Amphibolite


Was hat Paläontologie mit Astronomie zu tun?


Sammlung


Ich habe ein weiteres Hobby, das ich allerdings nicht so gewissenhaft betreibe wie die Astronomie: Die Paläontologie.

Schon in jungen Jahren, bevor ich mich für Astronomie als Hobby zu interessieren begann, war ich ein großer Dinosaurier Fan - und das schon weit vor der Saurier Hype Anfang der 90er Jahre.
Zwei Filme haben mich in meinen jungen Jahren geprägt. Und diese waren schließlich auch der Anstoß, mich mit der Paläontologie zu beschäftigen. Der erste Film hieß "Reise in die Urzeit" von 1955 (Originaltitel: Cesta do pravêku) vom tschechischen Regisseur Karel Zeman. Dieser für die damalige Zeit tricktechnisch sehr gut gemachte Kinderfilm, vermittelt unter Anderem einen ersten Einblick in die Entwicklungsgeschichte der Erde - und das vom Erkenntnisstand der 50er Jahre.
Der zweite Film, der mich faszinierte, hieß "Reise zum Mittelpunkt der Erde" (Journey to the Center of the Earth - USA 1959) und ist meiner Meinung nach die beste Verfilmung von Jules Vernes berühmtem Roman.
Prägend waren auch die zahlreichen Bücher, in denen Zeichnungen und Illustration über die prähistorischen Tier und Menschen vom tschechischen Zeichner und Grafiker Zdenek Burian (1905 - 1981) enthalten waren.

In der Paläontologie, die ein Teilgebiet der Geologie und der Biologie ist, versucht man Lebewesen vergangener Erdzeitalter zu erforschen und dabei Rückschlüsse über die Evolution der Arten zu ziehen. In der Kosmologie, die ein Teilgebiet der Physik und Astrophysik ist, betrachtet man hingegen die Vergangenheit und die Entwicklung des Universums als Ganzes. In gewisser Weise geht es also in beiden wissenschaftlichen Disziplinen um die Vergangenheit.

Wenn man zum Beispiel ein Foto eines über 500 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxienhaufen betrachtet, stellt der Betrachter beeindruckt fest, dass dessen Licht zu einer Zeit ausgesandt wurde, als sich die ersten komplexen Lebewesen auf der Erde entwickelten. Dadurch bekommt man erst eine Vorstellung von den riesigen Entfernungen im Universum, wenn man parallel die unendlichen Zeiträume zwischen den Erdzeitaltern im Allgemeinen und die Entwicklung des Lebens auf der Erde im Besonderen vergleicht. Ein Blick in das Universum ist deshalb auch ein Blick in die Vergangenheit - auf Grund der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit.

Massensterben von Lebewesen, die hin und wieder in den Erdzeitaltern auftraten, konnten auch von kosmischen Ereignissen (Asteroiden- und Kometeneinschläge, Gamma Ray Burst etc.) verursacht worden sein. Große Massensterben gab es zum Beispiel gegen Ende des Perms vor 251 Millionen, als z.B. die Trilobiten ausstarben, und an der Kreide/Tertiär Grenze vor 66 Millionen Jahre, mit dem Untergang der Dinosaurier.

Ein wichtiges und neues Teilgebiet der Astronomie ist die Astrobiologie. Sie beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie sich Leben außerhalb unserer Biosphäre entwickeln könnte. Mit der Erforschung und Entwicklung des Lebens auf der Erde bekommt man eine Vorstellung, wie sich Leben auf anderen Planeten (z.B. dem Mars) auch unter nicht optimalen Bedingungen entwickeln könnte. Denn die Evolution, wenn sie einmal eingesetzt hat, findet überall eine Nische um weiter zu existieren und sich zu entwickeln.

In unserer Zeit findet man schließlich die Überreste ausgestorbener Lebewesen in den Gesteinen, als Fossilien erhalten und als Zeuge des vergangenen Lebens auf der Erde.


Übersicht der geologischen Erdzeitalter


Earth Clock

Die Erdgeschichte in 24 Stunden - altes Modell (Quelle: Wikipedia)

Geologic Clock


Übersicht der wichtigsten Einheiten der geologischen Zeitskala (Quelle: Wikipedia/Woudloper)


Die Entstehung und Entwicklung des Lebens ist eng an die Erdzeitalter gekoppelt. Dabei werden die Erdzeitalter überwiegend durch Fossilienfunde definiert.

Die Erdgeschichte wird in vier große Abschnitte untergliedert, den Äonen, die als Hadaikum, Archaikum, Proterozoikum und Phanerozoikum bezeichnet werden.

Die Urzeit der Erde, das Hadaikum, reicht von ihrer Entstehung vor rund 4,6 Milliarden Jahren bis vor ca. 4,0 Milliarden Jahren. In dieser Phase der Erdgeschichte bildete sich aus unzähligen Kleinstkörpern, den so genannten Planetensimalen, unser Heimatplanet die Erde heraus. Außerdem bildete sich der Mond, der wahrscheinlich durch eine gewaltige Kollision mit einem etwa marsgroßen Protoplaneten entstanden ist. In dieser stürmischen Epoche fiel auch das große Bombardement, dessen stille Zeugen - die aber überwiegend in jüngerer Zeit entstanden - die noch heute gut sichtbare unzähligen Krater auf unserem Erdtrabanten darstellen.

Im Archaikum, vor 4,0 bis 2,5 Milliarden Jahren, entstanden durch vulkanische Aktivität und Gesteinsumwandlung die ersten Kontinente. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten primitiven Lebensspuren.

Im Proterozoikum, vor 2,5 Milliarden bis vor 542 Millionen Jahren, herrschten überwiegend einzelliges Leben vor. Vor 1,5 Milliarden Jahren tauchen schließlich auch die ersten Einzeller mit einem Zellkern auf. Zum Ende des Proterozoikums, vor 650 Millionen Jahren im Ediacarium, erschienen mit den ersten Pflanzen und wirbellosen Tieren, endlich die ersten Vielzeller auf der Bühne des Lebens.

Derzeit befinden wir uns im Äon des Phanerozoikum, das vor 542 Millionen Jahren mit dem Kambrium begann. Es unterteilt sich in drei Ären mit den Namen Paläozoikum (Erdaltertum), Mesozoikum (Erdmittelalter) und Känozoikum (Erdneuzeit). In dieser Zeit entwickelte sich das Leben auf der Erde zur vollen Blüte, was schließlich in der Herausbildung des Menschen gipfelte.

Im Zuge der Neudefinition des Präkambriums gemäß Gradstein (2012), verwende ich in meiner Tabelle schon die aktuellen Daten für die einzelnen Äonen. Zu diesem Zweck wurde das Hadaikum, Archaikum und das Proterozoikum neu gegliedert, so dass einzelne Perioden hinzukamen, von der Bezeichnung her geändert bzw. ganz weggelassen wurden. Der Grund ist, dass von einer rein radiometrischen Bestimmung der Periodengrenze in Zukunft verzichtet werden und das GSSP-Prinzip so weit wie möglich auch im Präkambrium angewendet werden soll. Die aktuelle momentan noch gültige Zeitskala der International Commission on Stratigraphy (Stand 2016) gibt es hier.

Auch für das Äon des Phanerozoikum habe ich die aktuellen Bezeichnungen für die einzelnen Serien verwendet. Die Serien werden zusätzlich noch in Form einzelner Stufen unterteilt, die ich zur besseren Übersicht aber nur in meiner Fossiliensammlung angegeben habe.


GTS

Geologische Zeitspirale (Quelle: United States Geological Survey)


Äon Ära Periode Serie Beginn in Mio. Jahre Geologische Ereignisse Entwicklung des Lebens
Phanerozoikum Känozoikum
(Erdneuzeit,
Dauer 65,5 Mio. Jahre)
Quartär Holozän 0,0117
(bis 0)
Ende der letzten Kaltzeit, Rückgang der Vergletscherung, Herausbildung der heutigen Landschaftsformen Aussterben eiszeitlicher Großsäuger,� Pflanzen und Tierwelt der Gegenwart, Evolution von Nutzpflanzen, Rückgang der Bewaldung, Haustiere, Homo sapiens sapiens
Pleistozän 2,588 Abklingen des Vulkanismus, mehrere Eizeiten mit warmen Zwischenzeiten, Abschluss der dt. Mittelgebirgsbildung Höhlenbär, Mammut, Nashorn, Wisent, Rentier, Hirsche, Deinotherien, Neandertaler, Homo sapiens
Neogen
(Jung-Tertiär)
Pliozän 5,333 Höhepunkt und abklingen der alpiden Faltung, starker Vulkanismus, Bildung der großen Kohlelager, Himalaya entsteht erste Hominiden, Australophitecen, Mastodonten, Erstauftreten der Gattung Homo
Miozän 23,03 erste Primaten, echte Elephanten
Paläogen (Alt-Tertiär) Oligozän 33,9 Radiation der Säugetiere, Großsäuger, zahlreiche Vögel und Insekten, Riesenvögel, Schlangen, Schildkröten, Blütezeit der Huftiere, Nagetiere, Vorherrschung der Blütenpflanzen (Eichen, Kastanien) u. Nacktsamer (Koniferen)
Eozän 56
Paleozän 66
Mesozoikum
(Erdmittelalter, Dauer 185,5 Mio. Jahre)
Kreide Oberkreide 100,5 starke alpide Faltung, Bildung bituminöser Kalke, Zerfall Pangäa, Meeresvorstöße Massensterben (Aussterben der Dinosaurier, Ammoniten & Belemniten), erste Schlangen, Blütenpflanzen, Gräser, Eichen, Pappeln, Großforaminiferen
Unterkreide 145 Höhepunkt der Dinosaurier, erste echte Vögel, erste Bedecktsamer, Nacktsamer dominieren
Jura Oberjura 163,5 Meeresüberflutungen, Zirkumpazifische Orogenese, beginnende Auffaltung der Rocky Mountains, trocken u. heißes Klima, später differenzierte Klimazonen erste Vögel (Archaeopteryx), erste Blütenpflanzen
Mitteljura 174,1 größte Entfaltung der Dinosaurier (Sauropoden), Mammutbäume, Palmfarne und Farnpflanzen
Unterjura 201,3 primitive Säuger, Ammoniten, Belemniten
Trias Obertrias 235 starker Vulkanismus auf der Südhalbkugel, trocken & heißes Klima, Entstehung kl. Salzlager, Pangäa zerbricht erste moderne Knochenfische, Amphibien, Ammoniten, Conodonten, säugerähnliche Reptilien, erste Dinosaurier, Flug- und Meeresechsen, erste Säugetiere, Araucarien, Nacktsamer, große Riffe, Kalkalgen
Mitteltrias 247,2
Untertrias 252,2
Paläozoikum
(Erdaltertum,
Dauer 291 Mio. Jahre)
Perm Lopingium
259,9 starker Vulkanismus, wüstenhaftes Klima Nordhalbkugel, Entstehung großer Salzlager, Südhalbkugel Vereisungen, Entstehung des Superkontinents Pangäa größtes Massensterben der Erdgeschichte
Guadalupium 272,3 Reptilien, Therapsiden, Nadelbäume, Ginkgogewächse, Dominanz der Gymnospermen
Cisuralium 298,9 Haie, erste Nadelwälder mit echten Nadelbäumen, Nacktsamer
Karbon Pennsylvanium 323,2 Höhepunkt der variszischen Orogenese, Bildung der großen Kohlelager, Permo-karbonische Vereisung reichhaltige Pfanzen- & Tierwelt, Amphibien, erste Reptilien, geflügelte Insekten, Krebse, Spinnen, Knochen- und Knorpelfische, Zeitalter der Farnpflanzen, riesige Steinkohlewälder (aus Farnen, Bärlappgewächsen und Schachtelhalmen), erste Nadelhölzer
Mississipium 358,9
Devon Oberdevon 382,7 variszische Orogenese, starke Festlandsüberflutung, starker Vulkanismus, "Old-Red-Kontinent" Blütezeit der Fische (Panzerfische), erste Amphibien (Ichtyostega), erste Insekten, Spinnen, Quastenflosser, erste Bäume (Farne, Schachtelhalme, Bärlappgewächse), Ammonoidea, Massensterben, erste Samenpflanzen
Mitteldevon 393,3
Unterdevon 419,2
Silur Pridolium
423
Höhepunkt der kaledonischen Orogenese, Karbonatbildungen & Salzablagerungen Tausendfüßler, Skorpione, erste Panzerfische, erste Haie, erste kiefertragene Fische, erste Lungenfische, Besiedlung des Festlandes, erste primitive Landpflanzen, erste Pilze
Ludlow
427,4
Wenlock 433,4
Llandovery 443,4
Ordovizium Oberordovizium 458,4 fortschreitende Meeresüberflutung, zuerst tropisches Klima, später kaltes Klima, Oberordovizische Vereisung Gondwanas, lebhafter Vulkanismus Graptolithen, erste Wirbeltiere (Panzerfische),
große Nautiliden, erste Ammonidea, Brachiopoden, Seeigel, Korallenriffe, Sporenpflanzen, Grünalgen, folgenreiches Massensterben
Mittelordovizium 470
Unterordovizium 485,4
Kambrium Furongium 497
zuerst kühles Klima, später feucht heißes Klima, Zerfall Pannotias, Vordringen des Meeres, großer Südkontinent Gondwana, Entstehung des Burgess-Schiefers "Kambrische Explosion", small shelly Fauna, komplexere Vielzeller, planktonische Algen, Trilobiten, erste Korallen, Brachiopoden, erste Kopffüßer & Schnecken, erste Stachelhäuter und Korallen, primitive Wirbeltiere, erste Kieferlose, erste Graptolithen, Chengjiang-Biota
3. Serie 509
2. Serie
521
Terreneuvium 541
Proterozoikum Neoproterozoikum
(Neues Proterozoikum,
Dauer: 179 Mio. Jahre)
Ediacarium
635 Entstehung des Superkontinent Pannotia, 2. Sauerstoffanreicherung (NOE), "Cap Carbonate", Gaskiers-Eiszeit
Ediacara-Fauna (Avalon, White Sea, Nama type-biota),
mehrzellige Pflanzen und wirbellose Tiere, Bilateralia, erste Organismen mit kalzifizierten Hartteilen, erste sichtbare Fossilienabdrücke in Sedimenten
Cryogenium 720 letzte Bändereisenerze, Ablagerung von Phosphorite & Manganerze, "Schneeball Erde" letzte globale Vereisungen (Sturtische, Kaigas & Marinoische Eiszeit), cadomische Orogenese häufig Prokaryonten, Aussterben von eukaryotischen Phytoplankton, Radiation der Acritarchen, höhere Einzeller (Arcellinida) & erste Vielzeller (Metazoen), Rückgang der Stromatolithen, Bitter Springs Biota, erste Schwämme
Mesoproterozoikum
(Mittleres Proterozoikum, Dauer: 1060 Mio. Jahre)
Rodinium

1780
Zerfall Columbias, Bildung riesiger Sulfidlagerstätten, Anstieg der Sauerstoffkonzentration, Grenville Orogenese, Entstehung und Zerfall des Superkontinents Rodinia älteste Lebensspuren i.e.S., Mikroben auf dem Festland, Lebewesen mit Zellkern (Eukaryonten), Diversifizierung der eukaryotischen Acritarchen, Montana-Fauna, erste Grünalgen, maximale Diversität der Stromatolithen, Entwicklung der geschlechtlichen Reproduktion
Paläoproterozoikum
(Frühes Proterozoikum, Dauer: 640 Mio. Jahre)
Columbium
2060 voluminöser Magmatismus mit enormen Krustenwachstum, Sauerstoff Backlash, Wiederkehr der Bändereisenerze (BIF), Beginn der Plattentektonik, Groß-Impakte (Vredefort- & Sudbury-Impakt), erste Erdöllagerstätten, Intrusiv-Komplex mit Lagerstätten von Cobalt, Chrom, Kupfer, Eisen, Platin, Titan und Vanadium, Entstehung des Superkontinents Columbia Stromatolithenriffe, zahlreiche Prokaryonten, Gunflint Biota
Jatulium
(Eukaryum)
2250 Ende der Huronischen Eiszeit, gesteigerte magmatische Aktivität mit Flutbasalten, Anstieg der Sauerstoffkonzentration, letzte sedimentäre Uran- und Pyritvorkommen, Bildung zahlreicher Paläoböden & Rotsedimente Entwicklung der Eukaryonten, komplexere Einzeller mit Organellen, erste einzellige Tiere (Protozoen), Gabonionta - erste mehrzellige Organismen (Franceville-Fauna)
Oxygenium
2420 Große Sauerstoffkatatstrophe (Great Oxigenation Event - GOE), erster freier Sauerstoff, geringer Vulkanismus, Huronische Eiszeit
oxygene Photosynthese, Algen, Mehrzelligkeit der Cyanobakterien
Archaikum Neoarchaikum
(Neues Archaikum, Dauer: 360 Mio. Jahre)
Siderium

2630 Hauptphase der Bildung riesiger Bändereisenerze (BIF) und Manganlagerstätten, Entstehung der Superkontinente Superia, Kenorland & Sclavia, großer Magmatismus (LIP), verlangsamtes kontinentales Krustenwachstum, ältester Meteorkrater Suavjärvi weitverbreitete Carbonatplattformen und Stromatolithenriffe, Cyanobakterien, verstärkte Photsynthese, erste Eukaryonten?, erste Mikrofloren
Methanium
2780
Entstehung höherer Gebirge, kontinentale Flutbasalte durch sehr große magmatische Aktivität (Spätarchaische Superereignis), Vereisung (Tayla Conglomerate), Global Gold Event
Stromatolithen, hohe Vermehrung methanotropher Bakterien (Eukaryonten)
Mesoarchaikum
(Mittleres Archaikum, Dauer: 710 Mio. Jahre)
Pongolum
3020 Pongola Supergroup, Auftreten terrestrischer Sedimentbecken, Entstehung der Grünsteingürtel und Konsolidierung der Kontinente, Entstehung der Nickel, Chrom, Gold, Kupfer, Silber und anderer Erze, Entstehung der größten Goldlagerstätten (Witwatersand Südafrika) Pongolavereisung
zahlreiche Mikrobengemeinschaften
Vaalbarum
3490
Superkontinent Vaalbara, Bildung der Dresser Formation mit den ältesten Stromatolithen Auftreten makroskopisch erkennbaren Lebens, erste Stromatolithen (Warrawoona-Gruppe, Strelley Pool Chert), erste fossile Cyanobakterien und Bakterien
Paläoarchaikum
(Altes Archaikum, Dauer: 540 Mio. Jahre)
Isuum
3810 Ende des Late Heavy Bombardements, älteste Sedimentgesteine, Bildung des Isua Greenstone Belt, erste Entstehung von Bändereisenerzen im Isua-Grünsteingürtel, Pilbara & Kaapvaal Kraton älteste nachgewiesene isotopenchemische Spuren des Lebens, Akilia (älteste Sedimente und erster Nachweis von Leben), erste Organismen (Prokaryonten)
Acastum
4030 Bildung des tonalitischen Acasta-Gneises
Entstehung des Lebens, Methanogenese
Hadaikum Zirconium
(Jack-Hillsium)

4404 Bildung der ältesten Gesteine - ditrische Zirkone (Jack-Hills-Grünsteingürtel), Bildung der Gesteine des Nuvvuagittuq Greenstone Belt, Beginn des Late Heavy Bombardements Chemische Evolution
Chaotikum

4567
Entstehung der Erde, Bildung des Mondes durch Kollision mit einem marsgroßen Protoplaneten (Theia), Entstehung der ersten Erdkruste und Differenzierung, Abkühlung der Erdoberfläche, Entstehung der Urhydro- & Uratmosphäre


Download: Tabelle der geologischen Erdzeitalter als GIF-Datei (198 KB) - Stand 2015


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