Norden
Zu unserer Standardbeobachtungszeit steht der Große Wagen, der zum Sternbild Großer Bär gehört, bereits im Zenit hoch über unseren Köpfen. Um den Polarstern und somit die Nordrichtung zu finden, verlängern wir die beiden hinteren Kastensterne des Wagens um das Fünffache. Der Polarstern gehört zum Sternbild Kleiner Bär. In der nächsten Stunde wird sein Wagenkasten ebenfalls die höchste Position im Norden einnehmen. Weiter östlich wird der Kleine Wagen vom Sternbild Drache umschlossen. Westlich des Kleinen Bären können aufmerksame Beobachter noch die schwachen Sterne der unscheinbaren Sternbilder Giraffe und Luchs ausmachen. Unterhalb des Polarsterns hat das Sternbild Kepheus seine tiefste Position über dem Nordhorizont, auch untere Kulmination genannt, gerade überschritten. Westlich des Kepheus entdecken wir die Kassiopeia, das „Himmels-W“, das seine tiefste Position über dem Nordhorizont noch nicht ganz erreicht hat. Tief im Nordwesten finden wir bereits das Sternbild Perseus. Etwas oberhalb davon steht der helle Hauptstern Capella im Sternbild Fuhrmann. Im Nordosten steigen nun die Sommersternbilder Schwan und Leier mit den hellen Hauptsternen Deneb und Wega langsam wieder auf und tauchen aus dem dichten Horizontdunst empor.
Osten
In mittlerer Höhe im Osten können wir das Sternbild Bärenhüter entdecken. Sein rötlicher Hauptstern Arktur ist in diesem Himmelsabschnitt der auffälligste Stern. Gleichzeitig dient er als Wegweiser zu den Frühlingssternbildern in diesem Himmelsareal. Ausgehend vom Bärenhüter steht über diesem Sternbild die Figur des Großen Wagens, dessen Deichsel nun genau auf den östlichen Punkt des Horizonts zeigt. Noch höher im Zenit stehen die Kastensterne des Großen Bären. Rechts von der Deichsel entdecken wir das unscheinbare Sternbild der Jagdhunde. Noch weiter im Südosten, westlich von Arktur, können wir schließlich das Haar der Berenike ausmachen. In diesem nur aus schwachen Sternen bestehenden Sternbild kann man in einer klaren, mondlosen Nacht den Coma-Sternhaufen (Melotte 111) mit bloßem Auge erkennen. Unterhalb des Bärenhüters befinden sich das Halbrund des Sternbildes Nördliche Krone, der unscheinbare Herkules und die Leier mit dem hellen Stern Wega. Im Osten sehen wir bereits den Kopf des Sternbildes Schlange, der vom mächtigen Schlangenträger getragen wird. Die Sterne des Schlangenträgers sind allerdings noch weitgehend unter dem Osthorizont verborgen. Direkt über dem Südosthorizont geht das Sternbild Waage auf. Die Sterne dieses Sternbildes verstecken sich allerdings zum größten Teil noch in den Dunstschichten des Horizonts.
Süden
Nun haben die Frühlingssternbilder endlich den gesamten südlichen Teil des Himmels eingenommen. Der hellste Stern in diesem Himmelsabschnitt ist Arktur im Sternbild des Bärenhüters, der sich hoch im Südosten befindet. Verlängert man die Figur des Bärenhüters über Arktur hinaus, zeigt die Strecke direkt auf einen weiteren hellen Stern, der sich in geringer Höhe über dem Südosthorizont befindet. Dabei handelt es sich um den weißen Hauptstern Spica im Sternbild der Jungfrau. Das auffälligste Sternbild dieses Himmelsabschnitts ist jedoch der mächtige Löwe, der gerade seinen höchsten Punkt im Süden erreicht hat. Die zahlreichen Galaxien des Virgo-Galaxienhaufens befinden sich nun ebenfalls in einer optimalen Beobachtungsposition. Sie liegen etwas weiter östlich vom Schwanz des Löwen und stehen fast genau auf dem Meridian. Oberhalb des Löwen befindet sich das unscheinbare Sternbild des Kleinen Löwen. In mittlerer Höhe im Südwesten, westlich des Löwen, sind die schwachen Sterne des unscheinbaren Krebses nur bei sehr dunklem Himmel zu sehen. Östlich des Löwen und oberhalb der Jungfrau können wir schließlich das Sternbild Haar der Berenike mit dem Coma-Sternhaufen entdecken. Noch weiter in Richtung Zenit befinden sich die ebenfalls unscheinbaren Jagdhunde. Blickt man in Richtung Südhorizont, so erkennt man direkt unterhalb der Sternbilder Jungfrau und Löwe das Sternbild Becher und westlich davon den Raben. Das Sternbild Wasserschlange, das sich nur aus schwachen Sternen zusammensetzt, aber sehr ausgedehnt erscheint, schlängelt sich in mittlerer Höhe im Südwesten unterhalb des Sternbildes Krebs in Richtung Südosthorizont herab.
Westen
Im Westen sind noch einige helle Sterne und Sternbilder des Winterhimmels über dem Horizont zu sehen. Zu den auffälligsten Sternbildern gehören die Zwillinge mit den beiden Hauptsternen Castor und Pollux. In den nächsten zwei Stunden werden sie den Westhorizont erreichen. Dort können wir auch den Riesenplaneten Jupiter entdecken, der sich nun fast genau über dem Westpunkt des Horizonts befindet. Er ist der auffälligste Lichtpunkt in diesem Himmelsabschnitt. Westlich der Zwillinge bereitet sich der Fuhrmann mit der hellen, gelblich leuchtenden Capella auf seinen Untergang vor. Bei optimaler Horizontsicht sind außerdem Beteigeuze, der linke Schulterstern des Orion, und Aldebaran im Stier zu sehen. Auch die offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden, die sich in diesem Sternbild befinden, sind noch im Horizontdunst zu erkennen. Im Nordwesten sinkt nun auch das Sternbild Perseus langsam in Richtung Horizont hinab. Auf der anderen Seite des Westpunkts erkennen wir den Stern Prokyon im Sternbild Kleiner Hund und darüber den unscheinbaren Krebs. In einer mondlosen Nacht können wir hier den Sternhaufen Praesepe (Messier 44), auch Krippe genannt, als schwachen Nebelfleck mit bloßem Auge erkennen. Besonders in einem Fernglas bietet er einen wunderschönen Anblick. Oberhalb des Krebses sehen wir den Kopf des Löwen. In Zenitnähe ist das Sternbild Großer Bär zu erkennen. Zwischen den Sternbildern Zwillinge, Fuhrmann und Großer Bär liegt die unscheinbare Sternenkette des Sternbildes Luchs. Es besteht aus sehr lichtschwachen Sternen und ist selbst am dunklen Landhimmel nur schwer auszumachen.
Mond
In der Nacht vom 1. auf den 2. April können wir den Vollmond im Sternbild der Jungfrau beobachten. Am Abend des 2. April steht er nur 2 ½ Grad südlich von Spica, dem Hauptstern der Jungfrau. Am 5. April hat der Mond die Waage erreicht und ist dann ein Objekt für die zweite Nachthälfte. Zwischen dem 6. und 7. April wandert der Mond durch das Sternbild Skorpion. In den Morgenstunden des 7. April können wir ihn 3 ¾ Grad südöstlich von Antares aufspüren. Nach einem kurzen Abstecher in den südlichen Bereich des Schlangenträgers sehen wir ihn am Morgen des 9. April im Schützen. Einen Tag später erreicht er das letzte Viertel. Anschließend durchläuft der Mond nacheinander die Sternbilder Steinbock, Wassermann und Fische. Am Morgen des 16. April sehen wir ihn zum letzten Mal als dünne Sichel im Osten aufgehen, bevor am 17. April die Neumondphase durchlaufen wird. Aufgrund der steilen Ekliptiklage taucht die schmale Sichel des zunehmenden Mondes in der Abenddämmerung des 18. April wieder über dem westnordwestlichen Horizont auf. Dabei kann man ihn 8 ½ Grad südwestlich des Abendsterns Venus aufspüren. Am darauffolgenden Abend hat die Mondsichel die Venus bereits hinter sich gelassen und steht direkt oberhalb des offenen Sternhaufens der Plejaden im Sternbild Stier, nur 7 ½ Grad von der Venus entfernt. Zusammen mit dem Abendstern ergibt sich ein faszinierender Anblick über dem westlichen Horizont, der auch für Astrofotografen interessant ist. Die Mondsichel wandert weiter durch den Stier und überschreitet in der Nacht vom 21. auf den 22. April die Grenze zum Sternbild Zwillinge. In der Nacht vom 22. auf den 23. April zieht der zunehmende Mond in einem Abstand von nur 2 ¾ Grad nördlich am Riesenplaneten Jupiter vorbei. Am Morgen des 24. April wird schließlich das erste Viertel im Sternbild Krebs durchlaufen. In der Nacht vom 25. auf den 26. April nähert sich der zunehmende Mond dem Hauptstern Regulus im Sternbild Löwe weiter an. Gegen 4 Uhr verschwindet er, weniger als ein Grad vom Stern entfernt, unter dem Horizont. Vom 28. April bis zum Monatsende können wir den Erdtrabanten abermals in der Jungfrau ausfindig machen.
Planeten
Der flinke Planet Merkur erreicht am 4. April 2026 in einem Abstand von 27°49' seine größte westliche Elongation zur Sonne. Aufgrund der flachen Ekliptiklage reicht dies leider nicht für eine Morgensichtbarkeit des innersten Planeten unseres Sonnensystems aus, obwohl der Elongationswinkel fast größtmöglich ausfällt. Merkur bleibt für uns am Morgenhimmel unsichtbar. Nur südlich von 38° nördlicher Breite kann Merkur in der Morgendämmerung über dem östlichen Horizont aufgefunden werden. Am selben Tag durchläuft er auch das Aphel seiner Bahn und befindet sich dann 69,9 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.
Im Laufe des Monats baut unser Schwesterplanet Venus ihre Sichtbarkeit am Abendhimmel weiter aus. Sie wandert durch das Sternbild Widder und wechselt ab dem 19. April in das Sternbild Stier. Aufgrund der immer später einsetzenden Abenddämmerung verschiebt sich ihre Sichtbarkeit lediglich um eine Dreiviertelstunde. Am 1. April geht Venus um 21:33 Uhr Sommerzeit unter. Bis zum Monatsende verschiebt sich die Untergangszeit des Abendsterns auf 23:06 Uhr. Ende April, zum Ende der bürgerlichen Dämmerung, befindet sie sich noch 16 Grad hoch über dem Westhorizont. Ihre scheinbare Helligkeit von -3,9 mag bleibt den gesamten Monat über konstant. Ende des Monats ist im Teleskop ein 12 Bogensekunden großes Venusscheibchen sichtbar, das zu 88 Prozent beleuchtet ist. Am 19. April steht die schmale, zunehmende Mondsichel in der Nähe der Venus - die Mondsichel selbst befindet sich direkt nordwestlich der Plejaden. Im letzten Monatsdrittel wandert der Abendstern durch das „Goldene Tor der Ekliptik“ und kann nur 3,5 Grad südlich der Plejaden aufgefunden werden. Besonders interessant ist die Begegnung der Venus mit dem Planeten Uranus am 24. April. An diesem Tag zieht der Abendstern in nur 47 Bogenminuten Abstand am fernen Eisriesen vorbei. Dies ist allerdings nur erfahrenen Beobachtern vorbehalten.
Unser roter Nachbar Mars steht immer noch zu dicht bei der Sonne und wird von den hellen Strahlen unseres Zentralgestirns überstrahlt. Er bleibt auch im April am Morgenhimmel noch unsichtbar.
Der Riesenplanet Jupiter bewegt sich rechtläufig im Sternbild Zwillinge und dominiert die erste Nachthälfte. Im Laufe des Monats zieht er sich langsam aus der zweiten Nachthälfte zurück. Zu Beginn des Monats steht er bei Einbruch der Dunkelheit noch gut 60 Grad hoch im Süden. Bis zum Monatsende verringert er seinen Horizontabstand auf 40 Grad. Gleichzeitig nimmt seine scheinbare Helligkeit von -2,2 auf -2,0 Größenklassen ab. Am 1. des Monats geht Jupiter um 3:50 Uhr im Westen unter. Bis zum Monatsende verfrühen sich seine Untergangszeiten auf 2:06 Uhr Sommerzeit. Im Teleskop erscheint seine abgeplattete Planetenkugel nur noch unter einem Winkel von 37 Bogensekunden. Am 22. des Monats kommt es zu einer engen Begegnung mit der abnehmenden Mondsichel in nur drei Grad nördlichen Abstand.
Der Ringplanet Saturn stand Ende März in Konjunktion mit der Sonne und ist auch in diesem Monat von unseren Breiten aus noch nicht zu sehen. Am 20. April stehen Saturn, Merkur und Mars in einem Gesichtsfeld von nur 1,7 Grad. Diese interessante Konjunktion ist von Mitteleuropa aus leider nicht zu sehen. Sie kann jedoch in den Tropen und auf der Südhalbkugel der Erde am Morgenhimmel beobachtet werden.
In diesem Monat zieht sich Uranus vollständig vom Abendhimmel zurück und wird unsichtbar. Er ist im Sternbild Stier zu finden und steht 4 ½ Grad südwestlich der Plejaden. Nur erfahrene Hobbyastronomen können den 5,8 mag hellen, fernen Eisriesen zu Beginn des Monats noch niedrig im Westen aufspüren. Dabei verfrühen sich seine Untergänge von 0:06 Uhr auf 22:17 Uhr. Im Teleskop erscheint sein winziges, blaugrünes Scheibchen nur 3,5 Bogensekunden groß. Am 23. April zieht die helle Venus nordwestlich am Planeten vorbei.
Im Vormonat stand der äußere Planet unseres Sonnensystems, Neptun, im Sternbild Fische in Konjunktion zur Sonne. Auch er bleibt unseren Blicken verborgen.
Der 14,5 mag helle Zwergplanet (134340) Pluto im Sternbild Steinbock bleibt ebenfalls noch unsichtbar.
Helle Kometen und Planetoiden
Der Komet C/2026 A1 (MAPS) ist ein Sonnenkreuzer der Kreutz-Gruppe, der erst am 13. Januar 2026 entdeckt wurde. Er wird am 4. April 2026 sein Perihel in einem sehr geringen Sonnenabstand von nur 800.000 Kilometern durchlaufen. Falls er die Sonnennähe übersteht, wird er kurzzeitig sehr hell werden und einen sehr langen Schweif entwickeln. Zwischen dem 4. und 5. April sollte man kurz nach Sonnenuntergang in der hellen Abenddämmerung nach dem Kometen Ausschau halten, der zum Perihelzeitpunkt eine maximale scheinbare Helligkeit von -5 bis -8 mag erreichen könnte.
Der Komet C/2025 R3 (PanSTARRS) ist noch bis Mitte April tief am Morgenhimmel im Sternbild Pegasus zu beobachten. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 10 mag kann er bereits in kleinen Teleskopen aufgespürt werden. Bis Mitte April wird die Helligkeit voraussichtlich noch bis auf 7. Größe ansteigen, dann wird er in der hellen Morgendämmerung unsichtbar und durchläuft schließlich am 19. April sein Perihel.
Der Komet C/2024 E1 (Wierzchos) ist im April ein Objekt für den Abendhimmel. Er bewegt sich in diesem Monat vom Sternbild Stier in die Zwillinge. Seine scheinbare Helligkeit von zu Beginn 11 mag geht im Laufe des April weiter zurück auf 12. Größenklassen. Somit ist der Schweifstern nur noch in größeren Teleskopen sichtbar. Zu Beginn des Monats ist Wierzchos nur 4 Grad südlich von Aldebaran und den Hyaden aufzufinden.
(7) Iris wird am 14. April im Sternbild Sextant stationär und beendet damit ihre Oppositionsperiode. Im Laufe des Monats sinkt ihre scheinbare Helligkeit von 9,7 mag am 1. April auf 10,4 mag. Zu Beginn des Monats geht sie um 4:50 Uhr unter, Ende des Monats bereits um 3:04 Uhr Sommerzeit. Am 2. April kann der 6,5 mag helle Stern 13 Sextantis als Aufsuchhilfe dienen. Iris befindet sich an diesem Tag nur 5 Bogenminuten von diesem Stern entfernt.
(15) Eunomia stand am 25. März 2026 im Sternbild Becher in Opposition zur Sonne, erreichte dabei jedoch nur eine maximale Helligkeit von 9,9 Größenklassen. Bereits am 3. April sinkt ihre scheinbare Helligkeit wieder unter die 10. Größenklasse. Ihre Kulminationszeiten verfrühten sich dabei von 0:11 Uhr zu Beginn des Monats auf 21:56 Uhr.
Auch (20) Massalia stand im Vormonat in Opposition zur Sonne und bewegt sich weiterhin durch das Sternbild der Jungfrau. Im Laufe des Monats nimmt ihre scheinbare Helligkeit deutlich ab und schrumpft bis Ende April von 9,4 mag auf 10,2 mag. Am 1. April erreicht sie um 0:21 Uhr ihre höchste Stellung im Süden. Am 30. April steht sie um 22:08 Uhr im Meridian.
Meteorströme
Vom 16. bis 25. April sind die Lyriden zu sehen, deren Ausstrahlungspunkt sich etwa sieben Grad südwestlich von Wega im Sternbild Leier befindet. Mit einer Eintrittsgeschwindigkeit in die Erdatmosphäre von 49 km/s zählen die Lyriden zu den mittelschnellen Meteoren. Ihr Maximum ist nicht sehr ausgeprägt und tritt am Abend des 22. April gegen 20:40 Uhr auf. Der genaue Zeitpunkt des Maximums kann sich natürlich um mehrere Stunden verschieben. Die beste Beobachtungszeit für den Lyridenstrom sind die Stunden zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens, wenn der Radiant des Meteorstroms ab 22:30 Uhr in guter Beobachtungshöhe am Himmel steht. Im Maximum sind durchschnittlich 18 Sternschnuppen zu erwarten, darunter einige sehr helle Exemplare. Der zunehmende Mond stört die Beobachtung der Lyriden nur geringfügig. Der Sternschnuppenstrom ist auch immer wieder für Überraschungen gut: So wurden beispielsweise 1982 90 Meteore pro Stunde beobachtet. Ein weiterer Ausbruch fand 1922 statt, als 100 Sternschnuppen pro Stunde registriert wurden. In diesem Jahr ist keine erhöhte Aktivität zu erwarten. Als Ursprungskörper der Lyriden gilt der langperiodische Komet C/1861 G1 Thatcher mit einer Umlaufzeit von 415 Jahren.
Vom 19. April bis zum 28. Mai sind die Eta-Aquariden zu beobachten. In diesem Jahr werden sie jedoch nachhaltig durch den abnehmenden Mond gestört. Es handelt sich um einen mittelstarken Strom, der vor allem in südlicheren Breiten zu sehen ist. In Mitteleuropa steht der Radiant nur sehr niedrig über dem Horizont. Daher gibt es nur ein kurzes Beobachtungsfenster kurz vor Beginn der Morgendämmerung. Das Maximum wird für den 5. Mai erwartet. Dann sind beispielsweise von Namibia aus zwischen 50 und 65 sehr schnelle Meteore mit Eintrittsgeschwindigkeiten von 66 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre zu sehen. Im Jahr 2003 wurde sogar eine Zenitrate von 100 registriert. In Mitteleuropa reduziert sich diese Zahl aufgrund der geringen Horizonthöhe auf 10 bis 15 Sternschnuppen pro Stunde. Aufgrund ihres flachen Eintrittswinkels in die Erdatmosphäre zeigen diese jedoch zum Teil sehr lange Bahnen am Himmel. Der Ursprungskörper der Eta-Aquariden ist der berühmte Halleysche Komet.
Die sporadischen Meteore aus dem Bereich der Ekliptik, die auch als Anthelionquelle bezeichnet werden, können im gesamten April beobachtet werden. In diesem Monat verschiebt sich die Radiantenposition vom Sternbild Jungfrau in die Waage. Aufgrund der südlichen Deklination des Radianten mit einer Höhe von nur 30 Grad über dem Horizont sind in unseren Breiten durchschnittlich nicht mehr als zwei bis vier Meteore pro Stunde sichtbar, die eine Eintrittsgeschwindigkeit von 30 km/s erreichen.
Datengrundlage: "Das Himmelsjahr 2026" & "Sterne und Weltraum" (4/2026)













